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Der Lebensweg eines Christen



Das war die große Idee, die hinter der Gestaltung der modernen Dorfkirche von Leutershausen steckt. Der Lebensweg eines Christen – die Architektur sollte ihn erfahrbar machen. Ausgangspunkt ist die Taufkapelle. Von hier aus entfaltet sich dieser Weg, gestaltet durch die Diagonale des quadratischen Grundrisses auf einem steinernen Pfad im Mittelgang. Ziel ist der Altar. Wer den Weg mitgeht, der verlässt die niedrige und zunächst eher dunkel wirkende Taufkapelle und tritt in den sich kontinuierlich nach oben ausweitenden und heller werdenden Raum, der in der Lichtkuppel über dem Altar gipfelt. Der Lebensweg eines Christen – immer mehr Weite, immer mehr Licht, bis eben über dem Altar der Blick zum Himmel frei wird. Der Weg mit Gott, der in der Farbigkeit der Fenster seine Lebendigkeit aufzeigt – sie erzählen von Gottes Gaben in der Schöpfung, in der Heilsgeschichte, in der Eucharistie und im Wirken des hl. Geistes – er wird für jeden Christen erfahrbar in der Weite und Helligkeit

 

seines Lebens und findet immer wieder seinen Höhepunkt in der Feier der Eucharistie am Altar.

Wir haben aus tiefstem Herzen zu danken:

Pfarrer Albin Lieblein und Architekt Oskar Herbert für das planerische Grundkonzept und den Bau der Kirche (Fertigstellung 1992); möglich war das nur durch eine solide und beständige Zusammenarbeit und ganz besonders Pfarrer Lieblein auch für sein unermüdliches Mühen, Herrn Pfarrer Sieger Köder für seine Idee zu gewinnen.

2003 wurden die Bilder der Taufkapelle in Anwesenheit von Sieger Köder eingebaut.

Unser Dank geht natürlich auch ganz besonders an Monsignore Dr. h. c. Pfarrer Sieger Köder.

Unsere Kirche ist so ein großartiges Gesamtkunstwerk geworden und wird demnächst seine endgültige Fertigstellung erleben, wenn die dazugehörige Orgel der Firma H. Hey zu Gottes Ehre und zu unser aller Freude erklingen wird.

   

 

Eucharistie


In der Nacht vor seinem Tod sorgt sich Jesus um die Einheit seiner Jünger. Sein Herrenmahl ist mit der Sehnsucht nach Einheit und dem Geist der Fußwaschung ein Vermächtnis für die Menschheit. Sieger Köder malt, wie die vielen, einzeln über die Hügel zerstreuten Körner im Brot eine Einheit werden, das Jesus in den goldenen Ähren stehend für seine Gläubigen bricht. Von unten wachsen verschlungene Weinstöcke empor. Verschiedenartige Trauben reifen daran. Auch sie werden eins im blutfarbenen Wein im Becher, in dem sich das Gesicht Jesu spiegelt. Von dieser Speise und diesem Trank sagte Jesus feierlich „Das ist mein Leib, mein Blut“. Dieses Geheimnis des Glaubens begleiten seine Jünger als Kraftquelle durch die Geschichte „bis er wieder kommt“.

   

Schöpfungsgeschichte


„Die Sachen seht ihr. Die Ur-Sache seht ihr nicht“ hat ein kluger Mann einmal festgestellt. Der Pfarrer und Maler Dr. h. c. Sieger Köder hilft uns, die Ur-Sache doch zu sehen. Über den zu Stein gewordenen Jahrmillionen mit ihren eingeschlossenenen Hüllen des längst vergangenen Lebens taucht im Meer die große Schöpferhand auf. Das Atommodell sind ihre Handlinien. Aus den fischreichen Wassern taucht die Erde auf und aus der Erde Adam („Der Mensch“) und Eva („Die Mutter des Lebens“). Bei ihrem Erwachen offerieren ihnen zwei Hände viel Getreide, Weintrauben und rote Rosen. Die grüne Sphäre des Leben spendenden Chlorophylls rundet den Erdball ab. Tagvögel machen das Element Luft präsent und die Nachtvögel mit dem Sternbild des Orion die Dimension der Lichtjahre des Weltalls. Schöpferhand und Orion sind in Richtung und Farbe aufeinander bezogen: Die Ursache des Werdens ist auch ihr Ziel.

 

 

   

 

Heilsgeschichte


Viele Köpfe mit und ohne Gesicht schauen aus in alle Richtungen. Dazwischen gefesselte Hände. Dieses Menschenknäuel steht für die lange Reihe der Generationen, die auf einen Helfer, einen Erlöser warten. Gottes Volk Israel hat lange „Tauet Himmel den Gerechten“ gerufen. Gott erfüllt die Sehnsucht der Menschheit und sendet seinen Sohn in das Licht der Geschichte. Sein erstes Lager ist eine Krippe in einem Viehstall. Nur noch der Eindruck des Kindes in der Windel auf dem Stroh ist zu sehen – in der Haltung des Gekreuzigten. Maria staunt. Johannes in der Jordanflut stehend ruft der Welt etwas zu. In blutrotem Umfeld wächst aus der Krippe das Kreuz. Daran ist nur noch das zerrissene Schweißtuch der Veronika mit dem zermarterten Antlitz Jesu zu sehen. Die erste Zeugin des Auferstandenen, Maria von Magdala, jubelt schon daneben. Ihre Hand zeigt nach oben, wo das Kreuz hineinwächst in das goldfarbene Osterlicht als ein gemaltes „Halleluja, Jesus lebt!“

   

Gottes Geist


Ein Sturm von Feuerflammen begleitet äußerlich das Geschenk des Gottesgeistes an seine Jünger. Sie hatten sich in Angst und Kleinmut im Abendmahlssaal eingeschlossen. Aber mit dem Gottesgeist gestalten sich die Verhältnisse um Maria und den Aposteln um. Plötzlich haben sie Mut und die Zuhörer verstanden die aramäische Rede des Petrus alle in ihrer Muttersprache. Petrus verkündet ihnen die „Frohe Botschaft“ und viele kommen zum Glauben. Dieses Ereignis hat auch uns beschenkt. Der Maler zeigt dies so, dass sich die Feuerflammen in rot und weiß vermischen mit dem Grundriss und dem Aufriss der Leutershäuser Kirche. Kirche vor Ort und in der Welt trägt etwas Besonderes in sich. Nicht etwa, weil wir aus menschlicher Kraft so besonders toll und großartig sind. Nein! Etwas von Gottes Geist ist ihr bleibend geschenkt. Aus dieser Kraft soll sie heilsam denken und heilsam handeln und der Heimat „droben im Licht“ entgegen gehen.

 

   
Zur Person von

Monsignore Dr. h. c.

Pfarrer Sieger Köder

1925
1931–’35
1935–’43
1943–’45
1946–’47

1947–’51

1951–’52

1953
1954–’65
1965–’70
1971
1971–’75
1975–’95

03.01. geboren in Wasseralfingen
Volksschule Wasseralfingen
Gymnasium Ellwangen / Jagst
Arbeitsdienst,Wehrmacht, Gefangenschaft
Staatliche Höhere Fachschule für Edelmetalle
Schwäbisch Gmünd: Ziselieren und Silberschmieden
Kunstakademie Stuttgart: Zeichnen,Werkklasse
Malen, Kunstgeschichte
Universität Tübingen: Anglistik
Referendarjahr in Stuttgart
Kunsterzieher am Schubart- Gymnasium Aalen
Universität Tübingen und München Katholische Theologie
Priesterseminar Rottenburg, Priesterweihe
Vikar in St. Maria Suso, Ulm a. D.
Pfarrer in Hohenberg und Rosenberg (Jakobusweg)


2002 –’03

Juni 2003


Juli 2003

Fenster gestaltet durch Sieger Köder
und Glasermeister Hubert Deininger, Ulm
Gottesdienst im kleinen Kreis beim Einbau
mit Pfr. Sieger Köder, Pfr. Albin Lieblein,
H. Deininger mit seinen Helfern
Segnung durch Weihbischof H. Bauer
anlässlich der Firmung in Leutershausen
Aus:

Die Bilder der Bibel
von Sieger Köder

Sieger Köder zählt zweifellos derzeit zu den bekanntesten „religiösen“ Malern. Er gilt als kraftvoller und farbgewaltiger „Prediger mit Bildern“. Seine Arbeiten, gleich ob großes Gemälde, Altartafel, Kreuzwegdarstellung, Glasfenster oder Zeichnungen sind stets engagierte Kunst, Spiegel und Symbol für das ganz andere, das unser eigentliches Leben ausmacht“.

Der Bericht zum Download (543 KB)




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