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Geschichtliches aus Hohenroth
und Ortsteilen

Die Gemeinde Hohenroth wird von den drei Ortsteilen Hohenroth, Leutershausen mit Querbachshof und Windshausen gebildet, welche sich 1972 im Zuge der Gebietsreform freiwillig zusammenschlossen. Die Gemarkung hat eine Gesamtfläche von 1.714 ha, wovon 1.039 ha landwirtschaftlich genutzt werden.
 

Die heutige Gemeinde Hohenroth, früher vorwiegend landwirtschaftlich geprägt, erfüllt als unmittelbare Randgemeinde von Bad Neustadt vorwiegend eine Wohnfunktion. Die Entwicklung zur Wohngemeinde wurde durch die zielstrebige Schaffung von Bauland und Gemeinschaftseinrichtungen gefördert. Der Bau einer neuen Verbandsschule mit einer großzügigen Sportanlage im Jahre 1969/70, sowie der Kindergärten in Hohenroth und Windshausen, der Umbau der ehemaligen Schulhäuser zu Gemeinschaftseinrichtungen, der Neubau einer Mehrzweckhalle mit Kegelbahn und die Schaffung von Tennisplätzen, Minispielfeld waren weitere wichtige Schritte in der Entwicklung der Gemeinde. Großer Beliebtheit erfreut sich auch die Freizeitanlage "Kalter Rasen" mit See, Liege- und Spielwiese. Zahlreiche Rundwanderwege in den angrenzenden Waldgebieten des Salzforstes werden von Spaziergängern und Sportlern rege genutzt. Ein aktives Vereinsleben bietet der Bevölkerung viele Möglichkeiten und Abwechslung.


Die Einwohnerzahl der Gemeinde betrug laut Statistik vom 31.12.2013 3.492, hat sich somit seit 1970 mit 1.771 Einwohnern beinahe verdoppelt. Der Gemeinderat besteht aus dem 1. Bürgermeister und 16 Gemeinderatsmitgliedern.

Seit 1973 führt die Gemeinde Hohenroth ein Wappen. Es ist durch eine Wellenlinie in Silber und Blau geteilt, trägt oben schräg gekreuzt zwei rote Streitkolben, darüber und zu beiden Seiten je eine rote Rose, unten eine silberne Linie. Das Wappen erinnert in seinen beiden Hälften an die in grundherrschaftlicher Hinsicht für die Gemeinde historisch bedeutsamen Adelsfamilien der Forstmeister von Lebenhan-Rothenkolben (obere Hälfte) und der Ebersberg, genannt von Weyhers (untere Hälfte), die in Hohenroth, Leutershausen und Windshausen beträchtlichen Grundbesitz hatten. Die wellenförmige Teilungslinie bezieht sich auf den See, der bereits im 17. Jahrhundert vom Hochstift Würzburg gegen jährliche Zinsleistung der Gemeinde zur Karpfenzucht überlassen worden war.

Geschichtliches aus Hohenroth

Hohenroth


Hohenroth wurde 867 als "Hohirod" (auch: Hohnroda, Hohiresth, Honroth) erstmals erwähnt. Der Ort hatte eine Kirche und ein Schulgebäude und war vormals eine eigene Pfarrei, die aber später infolge ihres "schmalen" Einkommens durch den Pfarrer von Salz versehen wurde. 1695 wurde der Ort Filiale der Pfarrei Bad Neustadt. Lange Zeit hatten die Herren von Eberberg, genannt von Weihers, und die Vogte von der Salzburg erheblichen Besitz in der Gemeinde Hohenroth bis der Ort dann wieder vollständig unter der Herrschaft des Hochstiftes Würzburg kam. 1924 wurde er eigene Kalplanei (Kuratie). Die älteste Kirche stammte aus dem frühen Mittelalter. Die Reste eines gotischen Fensters sind in der Mauer um die heutige Kirche noch vorhanden. Die heutige Kirche wurde 1931 neu errichtet.
Nach mündlicher Überlieferung soll auf dem Veitsberg ein Frauenkloster der Karmeliter gewesen sein. Als Beweis könnte ein Kaufvertrag aus dem Jahre 1908 dienen, der den Flurnamen "Der Schrot an der Veitskirche" erwähnt. Außerdem wurden in letzter Zeit auf dem Grundstück Mauerreste ausgegraben.

Geschichtliches aus Leutershausen

Leutershausen


Leutershausen soll der Sage nach durch die Ansiedlung an ein sog. "Läuterhäuschen" entstanden sein, welches dem Läuter diente, der auf der "Zeil" am heutigen Zeilweg, ein Orientierungsglöcklein des Salzforstes zu bedienen hatte. Urkundlich wurde Leutershausen im Jahr 1018 als "Lutfrideshusen" (später: Luitgarshausen, Lutershusen) erstmals erwähnt. Um 1500 war das Dorf ritterschaftlich und gehörte zum Ritterkanton Rhön - Werra. So sind insbesondere die Forstmeister von Lebenhahn, das Adelsgeschlecht von Rothenkolben und die Familie von Gebsattel im Dorf begütert gewesen.
Die "alte Kirche" von Leutershausen stammte aus dem Jahre 1802 und befindet sich nun im Freilandmuseum Fladungen. Die neue Kirche wurde 1993 fertiggestellt. Prunkstück im Innern ist der Rokoko-Hochaltar aus der ehemaligen Klosterkirche von Bildhausen sowie die Fensterbilder geschaffen von Monsignore Dr. h.c. Pfarrer Sieger Köder.

Geschichtliches aus Querbachshof

Querbachshof


Der Weiler tritt erstmals 1536 urkundlich in Erscheinung, dürfte aber schon vor der Zeit entstanden sein. Er war bis 1795 im Besitz der Vogte von der Salzburg und wurde dann an Privat veräußert. 1804 kam Querbachshof gemeindlich zu Leutershausen.

Geschichtliches aus Windshausen

Windshausen


Der Ort wurde im Jahre 1464 als "Windeßhusen vor dem Salezforst" mit einer Pfarrkirche urkundlich genannt. Später gehörte Windshausen kirchlich zunächst zu Bad Neustadt und wurde 1669 Burgwallbach zugeteilt. Zeitweilig wurde die Gemeinde auch vom Pfarrer von Hohenroth versorgt.
Windshausen gehörte bis 1679 zur Hälfte dem Geschlecht der Hansen von Steinau und zum anderen zum Bistum Würzburg. Danach kam es dann wieder im vollen Umfang unter die Hoheit des Bistums Würzburg, welches bereits früher den Besitz der Herren von Ebersberg übernommen hatte. Die Herrschaft der Bischöfe endete mit der Säkularisation im Jahre 1803. 1889 wurde Windshausen eine baufällige Kirche abgerissen und die heutige Kirche gebaut.



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Hauptstraße 12
97618 Hohenroth

Tel 09771 2044
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Montag

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